plus minus gleich

Askanen können Abstieg nicht verhindern

kegeln80Am letzten Spieltag der Landesliga Süd ging es für die erste Männermannschaft des NSV Askania 09 um alles. Nur ein Sieg würde die Chance auf den Klassenerhalt wahren, aber auch die Gäste vom SV Grün-Weiß Granschütz brauchten den Sieg. Für sie ging es um nichts geringeres, als den Aufstieg in die Verbandsliga. Dieser wäre nur sicher, wenn Granschütz ihrerseits die Punkte holen würde. Motivierende Worte waren somit nicht nötig, auch der ein oder andere Zuschauer hatte sich zu diesem Schlüsselspiel eingefunden. Zu Beginn setzten wir auf Steffen Schaaf und Hans-Jürgen Mai. Steffen startete wie die Feuerwehr und ließ 159 Vollen noch 102 Räumer folgen. Auch Hans-Jürgen konnte seinen Gegenspieler ein paar Holz auf der ersten Bahn abnehmen.

Mit 70 Kegel Vorsprung nach nur 50 Wurf hätte selbst der größte Optimist nicht gerechnet. Sollte es wirklich so „einfach" für uns heute werden? Granschütz gab sich nicht auf und blieb die nächsten Bahnen dran, Hans-Jürgen (895 Kegel) und vor allem Steffen Schaaf (914) konnten den Vorsprung aber noch auf 85 Kegel vergrößern. Eigentlich ein ordentliches Polster, was den Druck etwas von unseren Schultern nehmen sollte. Mario Höpfner begann stark auf die ersten 100 Wurf mit 445 Holz, musste sich aber am Ende mit solide 852 Kegel begnügen. Andreas Kaempfert wollte heute in die Vollen nichts so richtig gelingen und der Gegner rannte mit einer starken Leistung davon. Taktisch wahrscheinlich unüblich übernahm Steffen Müller ab dem 126. Wurf für Andreas. Steffen kam aber sofort wunderbar in die Räumer zurecht und ließ den Vorsprung des Gegners nicht noch weiter wachsen. Auch die letzte Bahn konnte noch mal etwas Rückstand zurückgeholt werden und beide kamen ebenfalls auf 852 Kegel, aber Granschütz war nun auf 8 Kegel ran. Kam es nun doch noch zu dem Krimi, den viele bereits vor dem Spiel erwartet haben? Leider nein, den Unterschied machte ein nervenstark aufspielender Lothar Fuchs auf Seiten der Gäste. Mit hervorragenden 489 Kegeln auf die ersten 100 Wurf nahm er einen verunsichert wirkenden Mike Schreiber bereits jetzt 80 Holz ab. Wir reagierten und schickten den gesundheitlich angeschlagenen Steffen Stroisch für Mike ins Rennen, vielleicht war ja noch etwas zu retten.  Aber Lothar ließ sich nicht beirren und spielte weiter groß auf. Am Ende kam er auf starke 939 Kegel und spielte alleine 130 Holz Vorsprung heraus. Im anderen Duell machte Thomas Friebe seine Sache ganz ordentlich und hatte seinen Gegner im Griff. Er konnte aber trotz sehr guter 898 Kegel einen ebenfalls starken Thomas Müller nur 9 Kegel abnehmen. Somit nahm am Ende der verdiente Aufsteiger in die Verbandsliga die Punkte mit nach Granschütz und besiegelte Askanias Abstieg in die Landesklasse. Mit einen Gesamtergebnis von 5333 Kegel blieb Granschütz nur 27 Kegel unter dem Bahnrekord, also hätte selbst unsere Saisonbestleistung (5022) bei weitem nicht zu einen Sieg gereicht.

Nach bekannt werden der restlichen Ergebnisse wurde aber klar, dass selbst ein Sieg uns nicht mehr gerettet hätte. Wir waren in diesem Spieljahr einfach zu unkonstant und standen durch die gesamten Auswärtsspiele in der Hinrunde ständig unter Druck. Besonders ärgerlich ist der Abstieg auch im Hinblick auf unsere 2. Männermannschaft, die sportlich den Klassenerhalt in der Landesklasse Süd-West geschafft hat, aber nun Zwangsabsteigen muss. Ziel für die nächste Saison kann somit nur der sofortige Wiederaufstieg sein, aber auch die Mannschaften in der Landesklasse wissen, wo die Kegel stehen. Wir wünschen allen Mannschaften und Fans ein frohes Osterfest.

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